5. November 1988, Hombrechtikon, vielseitig einsetzbarer Störfaktor, seit August 2009 im BZ.
1988 schrie ich als Säugling das erste Mal dem Tageslicht entgegen. Und wie es sich für einen Säugling gehört, musste ich nicht viel tun ausser schreien, essen, trinken und schlafen. Als würde das nicht schon reichen, musste ich mir dazu noch 4 Namen merken: Leo, Raffael, Florian und Anton.
Nach meiner Geburt krabbelte ich 3 Jahre lang in Urdorf herum, fuhr danach im Kindersitz eines japanischen Autos ins „Züri“ Oberland und wuchs dort in Hombrechtikon auf. Als ich 6 Jahre zählte, erfuhr ich dass ich an Muskeldystrophie Duchenne erkrankt bin. Meine Muskeln wurden stetig schwächer. Die Krankheit konnte mich mal, ich streckte ihr die Zunge raus und hatte weiterhin Freude am Leben. Stolpernd aber glücklich ging ich in Hombrechtikon zur Schule, bis in die 3. Klasse. Mittlerweile kurvte ich auch schon in einem Rollstuhl herum. Ab 1999 besuchte ich Tagesschule des Mathilde Escher Heims. Dort entdeckte ich das Elektrorollstuhlhockey. Ein Hobby mit Suchtpotenzial...;-)
Zur Hockey-Sucht gesellte sich mein Sprachpotenzial. Anders ausgedrückt; die Ruhe die sich mein Umfeld von mir gewohnt war, nahm jäh ein Ende. Ich kommunizierte gerne und viel.
Nach der Schulzeit absolvierte ich die KV-Anlehre im MEH, wo ich erstmals meiner Kommunikationsfreude schriftlich Luft machen konnte. Ich durfte Artikel für das heiminterne Magazin „MEH-World“ schreiben. In mein neues Hobby steckte ich viel Herzblut, und konnte meinen Schreibstil stetig ausfeilen und verbessern.
Abgesehen von meinen Versuchen in meiner Kindheit, Nacktschnecken in die Luft zu sprengen, zeige ich ein Herz für die Natur. Und auch Menschen verschone ich vor meiner Zuneigung nicht... :-)
Ich liebe es Gedichte zu dichten, Ukulele zu spielen und leidenschaftlich Musik zu hören.
Allerdings lebt man nicht von der Kunst allein.
Seit August 2009 arbeite ich im Box Bürozentrum und versuche meine vielseitigen Interessen im Arbeitsalltag einzusetzen. Dieser gestaltet sich auch entsprechend: Ich erstelle Excel-Tabellen, fördere als ECDL-Examiner das EDV-Basiswissen im MEH, verwalte ein Schreibstil-Verzeichnis, entwerfe Flyer und treibe als notorischer Satzkünstler mein Unwesen.
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